Akupunktur
Die Akupunktur beruht auf der Erkenntnis, dass im Körper Lebensenergie „Chi“ durch Energiebahnen, so genannte Meridiane, fliesst. Die Meridiane vernetzen nicht nur alle Körperregionen, sondern sind auch untereinander und mit den inneren Organen gekoppelt.
Durch Stimulation der Akupunkturpunkte auf diesen Meridianen wird also der Chi-Fluss in den Leitbahnen ausgeglichen, und bestimmte Organsysteme werden angeregt oder beruhigt. Die sterilen Einweg-Nadeln, die unterschiedlich tief eingestochen und manipuliert werden, sind sehr dünn, extrem spitz und nicht hohl. Das erklärt, warum eine Akupunkturbehandlung nicht mit dem Schmerz z. B. einer Laborblutentnahme zu vergleichen ist.
Für Patienten mit einer starken Aversion gegen Nadeln und bei Kleinkindern gibt es auch andere Möglichkeiten, die Akupunkturpunkte zu stimulieren, wie z. B. Akupressur, Laserstimulation, Magnetimpulse, Ohrakupunktur mit Einsatz von Metallkügelchen oder kleinen Samen.
Drei weitere Methoden, die in der Praxis fast immer zum Einsatz kommen, sind: Moxibustion, Schröpfen und Gua Sha.
Moxibustion
Moxibustion ist die Fortführung der Akupunktur mit anderen Mitteln. Sie orientiert sich an den gleichen Leitbahnen wie die Akupunktur und beruht auf dem gleichen Prinzip, nur wird hier zusätzlich Wärme angewendet, um:
- Kälte zu vertreiben
- Qi noch schneller zu bewegen
- die Durchblutung zu fördern
- spezielle Reize zu setzen und Energie zuzuführen
Mit Hilfe von Beifusszigarren oder -kegeln oder unter Anwendung sogenannter Moxakästchen, die auf ein Hautareal gesetzt werden, wird der Wärmehaushalt, die Durchblutung, das Immunsystem und der Energiefluss im Körper angeregt.
Schröpfen
Schröpfen gehört zu den ausleitenden Naturheilkundeverfahren und ist eine einfache und effektive Therapiemethode, welche auch im Westen seit Jahrhunderten bekannt ist. In den Schröpfgläsern (Glaskugeln in verschiedenen Grössen) wird mit Hilfe einer Flamme Unterdruck erzeugt. Die Kugel wird schnell auf die Haut gesetzt, wo sie sich festsaugt.
Das so entstandene Vakuum wirkt wie eine Bindegewebsmassage: Das vegetative Nervensystem wird angeregt, die lokale Durchblutung der Haut und Muskelschichten gefördert, und Schadstoffe werden über die Haut ausgeleitet. Schröpfen kann unabhängig oder in Kombination mit Akupunktur angewendet werden. Man kann die Schröpfkugeln lokal für 5 bis 20 Minuten auf der Haut belassen oder als Schröpfmassage vorsichtig über die Haut ziehen.
Gua Sha
Gua Sha ist eine Schabetechnik, bei der die Haut mit gleichmässigen Strichen („gua“ = reiben) so lange gereizt wird, bis das Sha in Form von kleinen, roten Petechien (Blutflecken unter der Haut) an die Oberfläche kommt. Mit dieser Technik lassen sich nahezu alle Muskelschmerzen, Steifigkeit und Verspannungen schnell und effektiv lindern oder beseitigen. Gestautes Blut und Körperflüssigkeiten werden bewegt, die Durchblutung der Haut, Muskeln und Organe gefördert und der Stoffwechsel angeregt.
Nach der Gua-Sha-Behandlung sollte der Patient die betroffene Stelle vor Wind und Sonne schützen und körperliche Anstrengung meiden. Eine Änderung der schmerzhaften Zustände ist oft unmittelbar nach der Behandlung spürbar.
Akupunktur in Maur am Greifensee – für Patientinnen und Patienten aus Maur, Uster, Egg, Fällanden und der ganzen Region. Termin anfragen